Eden Quality Kombi-Schleifsteine

Die scharfen, kantigen Körnchen eines Schleifsteins bestehen aus einem Material, das viel härter als Stahl ist. Unsere beidseitig verwendbaren Eden Quality Schleifsteine werden aus Aluminiumoxid hergestellt. Durch diese Körnchen wird beim Schleifvorgang Material vom Stahl abgeschabt. Es bedarf keiner größeren Erklärung um zu verstehen, dass nur die Körner an der Steinoberfläche am Schleifprozess beteiligt sind. Obwohl diese Körner härter als Stahl sind, werden Sie nach einer gewissen Zeit stumpf, weil die scharfen Kanten abbrechen. Im Laufe der Zeit füllen sich auch die winzigen Räume zwischen den Körnern mit Metallabrieb. Beides zusammen sorgt dafür, dass ein Schleifstein schon nach kurzer Zeit nicht mehr so gut schleift. Bei den Eden Quality Schleifsteinen sind die harten Schleifkörner in weichere eingebettet. Das weiche Material sorgt dafür, dass sich der Schleifstein langsamer abnutzt. Die stumpf gewordenen Körner brechen aus, und neue, scharfe Körner treten an ihre Stelle. Die Oberfläche des Schleifsteins erneuert sich praktisch selbst.

Eden Quality Schleifsteine werden immer nass verwendet. Beim Schleifen muss immer eine Lage Wasser auf dem Stein liegen. So füllt sich der Schleifstein nicht mit Metallabrieb, und Sie können mit dem Stein weiterhin schleifen.

Körnergröße

Wie schnell ein Stein schleift und wie fein Sie Ihre Messer mit dem Stein bearbeiten können hängt jeweils von der Körnung des Eden Quality Schleifstabs ab. Vergleichen Sie es mit Schleifpapier; auch hier bedeutet eine niedrige Zahl eine grobe Körnung und eine hohe Zahl eine feine Körnung.

 

  • 240:       Modellieren von stumpfen Messern
  • 800:       1. Durchgang für den Messerunterhalt
  • 2000:     2. Durchgang für feine Bearbeitung
  • 5000:     Für superfeine Bearbeitung

 

Normalerweise sind 2 bis 3 verschiedene Körnungen ausreichend.

 

Das Schleifen auf einem Eden Quality Schleifstein

Schauen Sie sich als erstes den Zustand Ihres Messers gut an. Wenn das Messer nicht wirklich stumpf ist (bei regelmäßigem Schliff wird das nicht der Fall sein), brauchen Sie es auch nicht auf einem Stein mit einer beispielsweise 200er Körnung zu schleifen.

Wenn das Messer allerdings richtig stumpf ist, dann müssen Sie tatsächlich mit einer groben Körnung beginnen (100-200). Legen Sie den Schleifstein vor dem Schleifen ein paar Minuten ins Wasser, damit er gesättigt ist und während des Schleifens eine dünne Lage Wasser auf dem Stein stehen bleibt. Anschließend legen Sie den Stein so auf die Arbeitsfläche, dass er nicht verrutschen kann.

Das können Sie mit einem Brett hinter dem Stein verhindern, manchmal reichen aber schon die Gummifüßchen aus.

Jetzt kommen wir zu einem sehr wichtigen und zum einzig schwierigen Teil des Schleifens: das Halten des richtigen Winkels. Es gibt Schleifhilfen, die Sie auf das Messer schieben können, aber sie sind nicht wirklich nötig. Ein geübter Schleifer wird diese Hilfe wahrscheinlich eher lästig als hilfreich  empfinden.

Das Geheimnis ist das richtige Halten des Messers. Halten Sie als Rechtshänder das Messer mit der rechten Hand fest und legen Sie Daumen und Zeigefinger auf die Klinge. Üben Sie mit beiden Fingern Druck auf die Klinge aus.

Dadurch spannen Sie Ihre Muskeln an und stabilisieren das Messer. Legen Sie jetzt das Messer in einem Winkel von 10 bis 15 Grad auf den (nassen) Schleifstein und legen Sie dann Ihre linken Finger auf die Klinge. Die Finger der linken Hand drücken das Messer gegen den Stein und helfen Ihnen, den Schleifwinkel möglichst gleich zu halten. Ohne Hilfsmittel schleifen Sie nämlich die Schneide mit einer schneidenden Vorwärtsbewegung, als wenn Sie etwas vom Stein abschneiden möchten. Wenn Sie das Messer zurück ziehen, kippen Sie es unbewusst etwas nach hinten. Das ist überhaupt kein Problem, es verhindert sogar die Gratbildung und kommt dem Ergebnis zugute.

Achten Sie darauf, über die gesamte Länge zu schleifen und regelmäßig die Seiten zu wechseln, um von beiden Seiten gleich viel abzuschleifen. Erst wenn das Messer über die gesamte Länge die richtige Schärfe hat, können Sie zu einem feineren Stein übergehen. Eines der häufigsten Fehler beim Schleifen ist der zu frühe Wechsel auf einen feineren Schleifstein.

Tipp:

Üben Sie beim Schleifen niemals zu viel Druck aus. Die Körnung des Steins bestimmt das Schleifmaß, nicht der Druck. Bei zu großem Druck wird das Messer überbelastet, und Sie erhalten eine schwache Schneide.

 

Hilfsmittel um zu erkennen, ob Sie richtig arbeiten

Die folgenden Tests sind hilfreich um zu erkennen, ob Sie es richtig machen. Sie sind allerdings nur eine Orientierungshilfe, und die Ergebnisse können pro Messer und Schleifstein etwas differieren.

240er Körnung:
wenn die perfekte V-Form erreicht ist, entsteht oft ein Grat. Diesen Grat können Sie im Licht sehen und auch fühlen. Achten Sie darauf, dass der Grat über die ganze Klingenlänge läuft. Einige Stahlsorten haben eine geringere Gratbildung. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass die Schneide kein Licht widerspiegelt.

800er Körnung:
nach einem Schliff mit 800er Körnung muss ein Messer bereits ziemlich gut schneiden. Es muss mühelos durch eine Tomate gehen ohne sie zu zerquetschen, und Sie sollten mit dem Messer ein Stück Papier schneiden können, ohne dass das Papier franst oder einreißt.

2.000er Körnung:
Nach der Bearbeitung mit dieser Körnung müsste Ihr Messer Haare scheren können. Dies sollten Sie allerdings sehr vorsichtig ausprobieren - nie mit einem Messer dieser Schärfe Längsbewegungen machen! Wenn sich die Haare auf Ihrem Arm gut mit dem Messer entfernen lassen, dann haben Sie Ihr Ziel fast erreicht. Falls das Messer aber nur über die Haare hinweg gleitet, dann haben Sie die optimale Schärfe noch nicht erreicht. Notfalls sollten Sie das Messer nochmals mit einer gröberen Körnung bearbeiten, um die richtige Form zu erhalten.

5.000er Körnung:
Mit diesen feinen Steinen muss die Schneide spiegeln und das Messer mühelos scheren. Ist das nicht der Fall, dann ist die Form nicht gut. Das kann passieren, wenn Sie zu schnell auf eine feinere Körnung übergegangen sind oder zu viel Druck ausgeübt haben.

Viel Erfolg beim Schleifen
In erster Linie geht es darum, den richtigen Dreh zu finden. Beim Schleifen ist es wie bei vielen anderen Tätigkeiten: Übung macht den Meister. Lassen Sie sich vor allem am Anfang beim Schleifen Zeit. Sie bekommen mit der Zeit automatisch das richtige Gefühl für das Schleifen. Es wird Ihnen von Mal zu Mal einfacher von der Hand gehen, und Sie haben für den Rest Ihres Lebens das Vergnügen, mit rasierklingenscharfen Messern zu arbeiten!